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Süß- & SalzwasserFortgeschritten

Boot-Schleppfischen

Schleppen von Ködern oder Blinker hinter einem langsam fahrenden Boot, um große Wasserflächen abzudecken und pelagische oder räuberische Fische in verschiedenen Tiefen zu fangen.

Ausrüstung

Rute
Medium-heavy Trollingrute, 1,80-2,10 m
Rolle
Multirolle mit Schnurzähler
Schnur
Monofil oder Geflochtene, 9-23 kg
Köder
Tief laufende Wobbler, Löffel oder montierte Köder

Gewässertyp

Anleitung

Beim Boot-Schleppfischen werden Köder oder Blinker hinter einem langsam fahrenden Boot hergezogen, typischerweise mit 2-6 Knoten je nach Zielfisch. Die Ruten werden in Rutenhaltern in unterschiedlichen Winkeln und Abständen zum Boot positioniert, um ein weites Spread zu erzeugen, das verschiedene Tiefen und Breiten abdeckt. Planer, Downrigger oder Tauchköder werden verwendet, um bestimmte Tiefen zu erreichen.

Zuerst wird produktives Wasser identifiziert – suchen Sie nach Strukturen, Köderfischen auf dem Echolot, Temperaturgrenzen oder Strömungskanten. Das Spread wird so eingerichtet, dass die äußersten Leinen am tiefsten und die inneren nahe der Oberfläche laufen. Halten Sie eine konstante Geschwindigkeit und fahren Sie sanfte S-Kurven, um die Ködergeschwindigkeit zu variieren und Bisse auszulösen.

Bei einem Biss wird die Bootsgeschwindigkeit leicht reduziert. Andere Leinen müssen bei großen Fischen ggf. eingeholt werden. Häufige Fehler sind zu hohe Geschwindigkeit, zu enger Abstand der Köder (verursacht Verwicklungen) und nicht regelmäßiges Überprüfen der Köder auf Algen oder Beschädigungen.

Pro-Tipps: Nutzen Sie GPS, um erfolgreiche Strecken zu markieren und zu wiederholen. Variieren Sie die Geschwindigkeit – schon kleine Änderungen können Bisse auslösen. In Süßwasser erlauben Planerboards, eine breitere Fläche abzudecken. Passen Sie die Schleppgeschwindigkeit an die Zielfischart an: Zander bevorzugen 1-2 Knoten, während Wahoo 8+ Knoten benötigen.

Häufige Fragen

Wie lernt man Boot-Schleppfischen als Anfänger?

Beginnen Sie mit einfachen Geräten und nur zwei Ruten. Lernen Sie zuerst, das Boot mit konstanter Geschwindigkeit zu steuern. Verwenden Sie anfangs flachlaufende Köder, damit Sie Fehler leichter erkennen. Üben Sie in bekanntem Gewässer und markieren Sie erfolgreiche Strecken mit GPS.

Welche Jahreszeit und Bedingungen sind ideal?

Die beste Zeit ist Frühling und Herbst, wenn Raubfische aktiv sind. Ideale Bedingungen sind leichter Wind, stabile Wassertemperatur und klare Sicht für den Sonar. Vermeiden Sie starken Wellengang, der das Schleppen erschwert und die Köder unnatürlich bewegt.

Auf welche Fischarten zielt man beim Schleppfischen?

In Seen zielt man hauptsächlich auf Zander, Hecht, Barsch und Seeforelle. In großen Talsperren und im Meer auf Lachs, Dorsch, Tunfisch, Wahoo oder Marlin. Die Technik eignet sich besonders für pelagische Räuber, die große Flächen durchstreifen.

Wie hoch sind die Kosten für die Ausrüstung?

Ein Einsteiger-Setup mit zwei Ruten, Rollen und Downrigger kostet ca. 350-600 €. Hochwertige Profi-Ausrüstung mit Planerboards und Sonar kann schnell 1500-3000 € erreichen. Viele Angler starten mit vorhandener Bootsausrüstung und bauen schrittweise auf.

Welche Fehler machen Anfänger häufig?

Die häufigsten Fehler sind zu hohe Geschwindigkeit, zu enger Abstand der Leinen (Verwicklungen) und das Ignorieren des Echolots. Viele wechseln auch zu selten die Köder oder passen die Tiefe nicht an wechselnde Bedingungen an. Regelmäßiges Überprüfen der Köder ist essenziell.

Trip-Arten mit dieser Technik

Zielfische