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Süß- & SalzwasserFortgeschritten

Nachtangeln

Angeln nach Einbruch der Dunkelheit, wenn viele Raubfische aggressiv fressen. Mit speziellen Bissanzeigern und Techniken, die für schlechte Lichtverhältnisse angepasst sind.

Rechtlicher Hinweis

Nachtangeln ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz je nach Bundesland/Kanton und Gewässer unterschiedlich geregelt. In manchen deutschen Bundesländern (z.B. NRW) war es lange verboten, inzwischen meist gelockert. Oft ist Nachtangeln nur auf bestimmte Arten (Karpfen, Wels, Aal) oder mit Sondergenehmigung erlaubt. Vor jeder Angelsession die Landesfischereiverordnung UND die Gewässerordnung des Bewirtschafters prüfen.

Ausrüstung

Rute
Standardschnur für die Zielfischart, 2,1–3,6 m
Rolle
Standardrolle für die Zielfischart
Schnur
Standardschnur mit hör- und sichtbaren Bissanzeigern
Köder
Glow-in-the-dark Köder, geräuschvolle Oberflächenköder oder Köder mit Leuchtperlen/Lichtsticks

Gewässertyp

Anleitung

Nachtangeln kann außerordentlich produktiv sein, weil viele Raubfische nach Einbruch der Dunkelheit aggressiver fressen. Welse, Aale, Karpfen, Zander und Wolfsbarsche sind nachts alle aktiver. Bereiten Sie Ihren Angelplatz vor Einbruch der Dunkelheit vor – Rigs aufbauen, Tackle organisieren und sich den Aufbau merken, damit Sie im Dunkeln effizient arbeiten können.

Verwenden Sie hörbare Bissanzeiger: elektronische Alarme für Karpfen/Welse, Glocken an der Rutenspitze für Grundangeln oder leuchtende Pose-Spitzen für Posenfischen. Stirnlampen mit Rotlicht-Modus erhalten die Nachtsicht. Positionieren Sie Köder in der Nähe von Strukturen, die Fische nachts patrouillieren – Uferbereiche, flache Buchten, Kiesbänke und Strömungskanten.

Häufige Fehler: zu viel Licht verwenden (verscheucht Fische und ruiniert die Nachtsicht), Tackle nicht vor Dunkelheit organisieren, schlechte Wurfgenauigkeit im Dunkeln, verhedderte Rigs, die schwer mit der Stirnlampe zu reparieren sind, und Rutenspitzen unbeaufsichtigt lassen (ein guter Biss und die Rute schwimmt davon).

Pro-Tipps: Fische gehen nachts oft flacher zum Fressen, daher nicht so weit werfen wie tagsüber. Schwarze oder dunkle Oberflächenköder erzeugen die beste Silhouette gegen den Nachthimmel. Glow-in-the-dark Weichplastikköder, mit UV-Lampe aufgeladen, können tödlich sein. Warme Sommernächte sind die beste Zeit für große Karpfen und Welse. Sagen Sie immer jemandem, wo Sie angeln, und nehmen Sie ein vollgeladenes Handy mit.

Häufige Fragen

Welche Ausrüstung braucht man fürs Nachtangeln als Anfänger?

Beginnen Sie mit einer zuverlässigen Stirnlampe mit Rotlicht-Modus, elektronischen Bissanzeigern oder leuchtenden Posen. Organisieren Sie Ihr ganzes Tackle vor Einbruch der Dunkelheit. Eine Stirnlampe, Ersatzbatterien und ein aufgeräumter Angelplatz sind entscheidend für den Erfolg.

Wann ist die beste Jahreszeit zum Nachtangeln?

Warme Sommernächte von Juni bis September sind ideal für Karpfen, Welse und Zander. Die Wassertemperatur ist höher und die Fische bewegen sich flacher und fressen aktiver. In kühleren Monaten konzentrieren Sie sich auf milde, mondlose Nächte.

Welche Fischarten kann man nachts gut fangen?

Nachts sind Raubfische wie Wels, Aal, Karpfen, Zander und Wolfsbarsche besonders aktiv. Diese Arten verlassen sich mehr auf Geruch, Gehör und Seitenlinie, wodurch sie im Dunkeln effizienter jagen als tagsüber.

Wie hoch sind die Kosten für eine Nachtangel-Ausrüstung?

Ein Einsteiger-Set (Rute, Rolle, elektronische Bissanzeiger und Stirnlampe) kostet ca. 150–300 €. Fortgeschrittene Angler investieren 400–800 € für hochwertige Alarme und LED-Ausrüstung. Die meisten Teile sind auch tagsüber nutzbar.

Welche Fehler machen Anfänger häufig beim Nachtangeln?

Zu viel weißes Licht verwenden, Tackle nicht vor Dunkelheit sortieren, zu weit werfen und die Rute unbeaufsichtigt lassen. Diese Fehler verscheuchen Fische, kosten Zeit und können zum Verlust der gesamten Ausrüstung führen.

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