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SüßwasserFortgeschritten

Eisangeln

Angeln durch Löcher im Eis von zugefrorenen Seen oder Flüssen. Kaltwasserarten werden mit kurzen Spezialruten und kleinen Ködern gezielt gefangen.

Ausrüstung

Rute
Kurze Eisangelrute, 60-90 cm
Rolle
Kleine Inline- oder Spinnrolle
Schnur
Monofil 1-3 kg oder dünne geflochtene Schnur
Köder
Kleine Jigs, Wolfram-Eisfliegen, Tip-Up-Rigs mit Lebendködern

Gewässertyp

Anleitung

Eisangeln ist eine einzigartige Winter-Disziplin. Mit einem Hand- oder Motor-Eisbohrer werden Löcher in die Eisdecke gebohrt. Über vielversprechenden Stellen wird dann mit kleinen Jigs oder Lebendködern direkt unter dem Loch geangelt. Ein tragbares Echolot (Flasher) zeigt in Echtzeit, wie sich Fische dem Köder nähern, sodass die Jig-Bewegungen sofort angepasst werden können.

Fische werden gefunden, indem mehrere Löcher über Strukturen gebohrt werden – Kanten, Krautränder, Steinpackungen und Spitzen, die im offenen Wasser fischig waren. Zu Saisonbeginn flach (3–6 m) fischen, im Hochwinter tiefer (6–12 m) und im Spätwinter wieder flach, wenn Sauerstoff und wärmeres Wasser die Fische vor dem Laichen in die Uferzonen locken.

Häufige Fehler: zu wenige Löcher bohren (Mobilität ist entscheidend), zu aggressiv jiggen (Winterfische sind lethargisch – subtile Bewegungen sind besser), die Sicherheit ignorieren (mindestens 10 cm klares Eis zum Laufen, regelmäßig Eisdicke prüfen) und auf Elektronik verzichten. Ein Flasher/Echolot ist ein Game-Changer.

Pro-Tipps: Winzige Wolfram-Jigs mit Wachsraupen oder Maden fangen den ganzen Tag Panfish (Blaukiemen, Crappie, Flussbarsch). Für Zander und Hechte eignen sich Tip-Ups – Flaggen-Systeme mit Lebendködern, die einen Biss anzeigen, während man an einem anderen Loch jiggt. Dead-Sticking (eine Rute im Halter mit fast unbewegtem Lebendköder) fängt scheue Fische. Das Loch eisfrei halten – ein Schöpfer ist unverzichtbar. Tragbare Schutzhütten mit Heizung verlängern die Angelzeit enorm.

Häufige Fragen

Wie viel Eis braucht man zum sicheren Eisangeln?

Mindestens 10 cm klares, tragfähiges Eis sind für eine Person erforderlich. Bei 15 cm kann man schon mit Schlitten oder kleinem Schlitten fahren. Überprüfen Sie die Dicke regelmäßig mit einem Eispickel und meiden Sie Bereiche mit Schnee, fließendem Wasser oder Luftblasen.

Welche Jahreszeit und Bedingungen sind am besten?

Die erste Hälfte der Eis-Saison (Dezember bis Mitte Januar) ist oft am produktivsten, wenn die Fische noch aktiv sind. Kalte, stabile Hochdruckwetterlagen mit klarem Eis erleichtern das Angeln und die Sichtung von Strukturen.

Auf welche Fischarten kann man beim Eisangeln zielen?

Typische Ziele sind Barsch, Rotauge, Flussbarsch, Crappie, Zander und Hecht. Mit kleinen Jigs und Maden fängt man Panfish den ganzen Tag, während Tip-Ups mit Weißfischen auf Raubfische ausgelegt werden.

Wie teuer ist die Grundausrüstung für Einsteiger?

Ein Einsteiger-Set (Rute, Rolle, Flasher, Eisbohrer und einfache Schutzkleidung) liegt meist zwischen 180 und 350 Euro. Mit gebrauchten Geräten oder Bundles kann man noch günstiger starten.

Welche Anfängerfehler sollte man vermeiden?

Zu wenige Löcher bohren, zu stark jiggen, keine Elektronik nutzen und die Eisdicke nicht kontrollieren. Beginnen Sie mit mehreren Löchern in verschiedenen Tiefen und beobachten Sie die Fische mit einem Flasher, damit Sie die Präsentation sofort anpassen können.

Zielfische