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SalzwasserFortgeschritten

Chunking/Anfüttern

Köderfische in Stücke schneiden und als Anfütterung ausbringen, während ein gehakter Chunk in der Duftspur gefischt wird. Das zieht Räuber in Wurf- oder Köderreichweite.

Rechtlicher Hinweis

Das Anfüttern ist in Deutschland je Bundesland unterschiedlich streng geregelt. In Salmonidengewässern (Forelle, Äsche) ist es meist komplett verboten. In anderen Gewässern gelten Mengenbeschränkungen (oft 1-2 kg Futter pro Angeltag). In Österreich und der Schweiz ähnlich, teils mit Tagesmengen. An der Meeresküste/offenen See meist erlaubt. Lokale Vorschriften des Anglervereins und der Fischereibehörde prüfen.

Ausrüstung

Rute
Medium-heavy Stand-up Rute, 1,80-2,10 m
Rolle
Multiplierrolle, 30-50 Klasse
Schnur
Monofil oder Geflochtene, 15-30 kg
Köder
Frische Fischstücke (Bunker, Makrele, Thunfischbauch) an Kreisangeln

Gewässertyp

Anleitung

Chunking besteht darin, frische Köderfische in Würfel oder Streifen zu schneiden und diese als Anfütterungsslick auszubringen, während ein gehakter Chunk darin gefischt wird. Die Duftspur zieht Räuber gegen Wind oder Strömung zum Boot.

Schneiden Sie den Köder in gleichmäßige Stücke (ca. 5 cm Würfel für Thunfisch, Streifen für andere Arten) und werfen Sie alle 30-60 Sekunden eine Handvoll. Verankern oder treiben Sie und etablieren Sie Ihre Anfütterungslinie. Setzen Sie gehakte Chunks in verschiedenen Tiefen aus – eine nah der Oberfläche, eine mitteltief, eine tief. Verwenden Sie einen geschmetterten Chunk (beidseitig eingeschnitten für maximale Duftabgabe) als Hakenköder. Lassen Sie ihn natürlich in der Duftspur treiben – ohne Gewicht, nur Haken und Vorfach.

Häufige Fehler: Zu stark anfüttern (Fische werden satt, ohne den Hakenköder zu nehmen), alter oder ranziger Köder (frisch ist entscheidend), zu feste Montage der Chunks (behindert natürliches Treiben) und nicht in mehreren Tiefen fischen. Auch das Unterbrechen der Anfütterung während des Drills – weiter anfüttern, um den Schwarm zu halten.

Pro-Tipps: Für Gelbflossen-Thunfisch sind geschmetterte Chunks von frischem Bunker (Menhaden) an 7/0-9/0 Kreisangeln Standard. Fluorocarbon-Vorfächer (25-35 kg) bei scheuen Fischen verwenden. Wenn Fische im Slick sind, aber keine gehakten Köder nehmen, den Haken verkleinern und einen kleineren, natürlicher wirkenden Chunk nutzen. Mehrere Eimer frischen Köder bereithalten – Sie verbrauchen mehr als erwartet.

Häufige Fragen

Wie fange ich als Anfänger mit Chunking an?

Beginnen Sie mit frischem Köderfisch, den Sie in gleichmäßige 5-cm-Würfel schneiden. Werfen Sie alle 30-60 Sekunden eine Handvoll ins Wasser und fischen Sie einen Chunk ohne Gewicht an einem Kreisangelhaken. Konzentrieren Sie sich zunächst auf ruhige Strömungsverhältnisse und beobachten Sie, wie der Slick die Fische anzieht.

Welche Jahreszeit und Bedingungen sind am besten?

Die beste Zeit ist der Sommer und frühe Herbst bei stabilen Wetterlagen mit leichter Strömung. Ideale Bedingungen sind klare bis leicht trübe Tage mit Windstärken unter 4 Beaufort. Warmes Wasser (über 18 °C) aktiviert die Fressaktivität von Thunfisch und anderen Raubfischen.

Welche Fischarten kann man mit Chunking fangen?

Chunking ist besonders effektiv für Gelbflossen-Thunfisch, Bonito, Makrelen, große Zähne und andere pelagische Räuber. In Küstennähe lassen sich auch Kingfish, Amberjack und verschiedene Haiarten überlisten, die der Duftspur folgen.

Wie hoch sind die Kosten für die Ausrüstung?

Ein grundlegendes Chunking-Setup ist budgetfreundlich: Eine gute Stand-up Rute und Multiplikatorrolle kosten zusammen 150-300 €. Rechnen Sie mit weiteren 80-120 € für Schnur, Haken und Vorfächer. Der größte Kostenfaktor ist der frische Köderfisch (ca. 30-50 € pro Tag).

Welche Fehler machen Anfänger am häufigsten?

Viele Anfänger füttern zu viel oder zu wenig, benutzen nicht ganz frischen Köder oder montieren die Chunks zu schwer, sodass sie nicht natürlich treiben. Ein weiterer Fehler ist, die Anfütterung während des Drills zu unterbrechen. Halten Sie den Slick konstant, um den Schwarm bei Laune zu halten.

Zielfische