Wallerholz/Klopfen
Traditionelle europäische Wels-Methode mit einem hölzernen Wallerholz, das auf der Wasseroberfläche geschlagen wird und niederfrequente Töne erzeugt, die Welse aus der Tiefe anlocken.
⚠ Rechtlicher Hinweis
Das Wallerklonken (Wallerholz) ist in Österreich nach dem Tierschutz- und Fischereigesetz verboten, da es als tierschutzwidriges Scheuchen gilt. In Deutschland und der Schweiz grundsätzlich erlaubt, einige Bundesländer/Kantone und Gewässerbewirtschafter untersagen es jedoch ausdrücklich. Vor Anwendung immer die lokalen Vorschriften beim Anglerverein oder der Fischereibehörde prüfen.
Ausrüstung
Gewässertyp
Anleitung
Das Wallerholz/Klopfen ist eine spezialisierte Technik für riesige europäische Welse. Ein geschnitztes Holz- oder Plastik-Wallerholz wird mit einer bestimmten Handgelenksbewegung auf die Wasseroberfläche geschlagen, um einen tiefen, resonanten „Plock“-Ton zu erzeugen. Dieser Ton imitiert oberflächliche Fressaktivität und lockt Welse aus bis zu 20+ Metern Tiefe an.
Driften Sie über tiefe Pools, Kanäle und Staumauern – ideale Wels-Habitate. Senken Sie einen großen lebenden oder toten Köderfisch in mittlerer Wassertiefe an einem schweren Rig ab. Klopfen Sie die Oberfläche in einem gleichmäßigen Rhythmus – 3-5 Schläge, 10-15 Sekunden Pause, wiederholen. Wenn ein Wels aufsteigt, sehen Sie oft, wie Ihre Rutenspitze stetig nach unten gezogen wird, während der Fisch den Köder von unten nimmt.
Häufige Fehler: Zu schnelles oder unregelmäßiges Klopfen, zu flaches Fischen (Welse leben tief), zu kleine Köder für die riesigen Mäuler der Welse und zu frühes Anschlagen. Warten Sie, bis die Rute voll beladen ist, bevor Sie den Haken setzen. Falsche Handgelenksbewegung beim Wallerholz erzeugt einen schlechten, unwirksamen Ton.
Prof-Tipps: Das beste Klopfen erfolgt morgens früh, in der Dämmerung oder nachts im Sommer. Wassertemperatur über 20 °C ist ideal. Üben Sie die Klopfbewegung zuerst an Land – die Schale des Tools sollte Luft einfangen und aufs Wasser klatschen, um den charakteristischen Ton zu erzeugen. Nutzen Sie ein Echolot, um tiefe Pools und Standplätze zu finden. Kombinieren Sie mit großen toten Köderfischen (500 g–1 kg) für die größten Exemplare. Mit dieser Technik wurden schon Welse über 100 kg gefangen.
Häufige Fragen
Wie lerne ich die richtige Klopftechnik als Anfänger?
Üben Sie die Handgelenksbewegung zuerst an Land. Das Wallerholz sollte Luft einfangen und mit einem tiefen „Plock“ aufs Wasser schlagen. Beginnen Sie mit 3-5 gleichmäßigen Schlägen, gefolgt von 10-15 Sekunden Pause. Ein guter Lehrer oder Video hilft enorm.
Welche Jahreszeit und Bedingungen sind am besten?
Die beste Zeit ist der Sommer bei Wassertemperaturen über 20 °C, besonders in den frühen Morgenstunden, der Dämmerung oder nachts. Vermeiden Sie kalte Monate, in denen Welse weniger aktiv sind.
Auf welche Fischart zielt Wallerholz/Klopfen hauptsächlich ab?
Die Technik ist speziell für den Europäischen Wels (Silurus glanis) entwickelt. Mit ihr lassen sich auch kapitale Exemplare über 100 kg aus großer Tiefe anlocken und fangen.
Wie hoch sind die Kosten für die Ausrüstung?
Ein gutes Setup (schwere Rute, Multirolle, geflochtene Schnur und Wallerholz) liegt bei 250–450 € für Einsteiger. Hochwertige Geräte für wirklich große Welse können bis 800 € kosten.
Was sind die häufigsten Fehler beim Klopfen?
Zu schnelles oder ungleichmäßiges Klopfen, zu flaches Fischen, zu kleine Köder und zu frühes Anschlagen. Warten Sie, bis die Rute voll beladen ist, und verwenden Sie Köder von mindestens 500 g.
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